Bildungsurlaub Berchtesgaden 2018 (3)

"Klimawandel und Naturgefahren im Alpenraum"

19.08.18 - 24.08.18

 

Die Alpen: Ein Meisterwerk der Natur, voller Gefahren und zugleich lebenswichtiger Funktionen, erschaffen im Erdmittelalter in für Menschen kaum vorstellbaren Zeiträumen und gigantischen geologischen Prozessen. Durch den Klimawandel, die Gletscherschmelze, das Abtauen des Permafrostes und alpine Naturgefahren ergeben sich für die hochsensiblen Gebirgsregionen in Zukunft schwerwiegende Folgen, die im Bildungsurlaub anhand von Beispielen diskutiert werden.

Im Rahmen von Fachexkursionen und Wanderungen lernen wir die Geologie und Ökologie der Alpen kennen, begeben uns auf eine Reise durch die Gletscherwelt der Eiszeit und beschäftigen uns mit den Herausforderungen der Zukunft. Immer wieder bieten sich prächtige Ausblicke auf die einmalige Gipfelwelt der Berchtesgadener Alpen.

Seminarinhalte sind u. a.:

  • Ökologie und Umwelt im Nationalpark Berchtesgaden
  • Geologie und Entstehung der Alpen
  • Klimawandel und die Folgen für den Alpenraum
  • Naturgefahren in Alpenraum: natürlich oder menschgemacht?
  • Gletscherschmelze & Permafrost als Folge des Klimawandels
  • Tourismus versus Naturschutz: Fluch oder Segen für die Alpen?

 

Anerkennung in den Bundesländern:

Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland, Berlin, Sachsen-Anhalt

Die Anerkennungsbescheide 2018 für den Arbeitgeber können unter info@tillmann-travel.com angefordert werden.

Programm: (*witterungsbedingte und organisatorische Änderungen vorbehalten)

 

Sonntagabend:

  • Begrüßung, Vorstellung der Seminarleitung
  • Einführung, Infos und Organisatorisches zum Hotel etc.
  • gemeinsames Abendessen im Hotel (Gäste des Alpensport-Hotel Seimler)

 

 

Montag:

 

Einführungsvortrag der Nationalparkverwaltung

  • Nationalpark Berchtesgaden: Schutzkonzepte und aktuelle Projekte aus dem Nationalparks
  • Ökologie und Vegetation sensibler Hochgebirgsregionen

 

Nationalparkzentrum Berchtesgaden „Haus der Berge“

  • Besuch der Ausstellung:

Naturschutz, Forschung, Erholung und Umweltbildung: Der Nationalpark erfüllt viele Aufgaben. Zentrale Stelle ist das „Haus der Berge“ in Berchtesgaden. Es vereint Informations- und Bildungszentrum und zeigt Ausstellungen zur Natur- und Umwelt der Nationalparkregion. Die Dauerausstellung „Vertikale Wildnis“ ist das Herz des Informationszentrums. Sie beantwortet Fragen rund um das Leben im Hochgebirge.

 

Klimawandel und Naturgefahren in den Alpen

  • Vortrag und Seminar: „Klimawandel und alpine Naturgefahren“
    • Das globale Klimasystem: Natürliche Klimaerwärmung  versus anthropogene Klimaerwärmung
    • Treibhaus Erde: Die Bedeutung der Treibhausgase für das Weltklima
    • Folgen des Klimawandels für die Alpen
    • Überblick über die Naturgefahren (Bergstürze, Lawinen, Muren etc.) des Alpenraumes
    • Inwieweit sind alpine Naturkatastrophen vom Menschen verursacht?

 

Die Gletscherschmelze ist das deutlichste Zeichen des Klimawandels in den Alpen. Wenn Gletscher tauen, verändert sich die Landschaft. Ehemalige Gletschertäler verwandeln sich in öde Gesteinswüsten. Verschwinden die Gletscher, verschwindet auch ein Teil der Tier- und Pflanzenarten. Die steigenden Temperaturen wirken sich aber auch fatal auf die Geologie der Alpen aus. Denn der dauerhaft gefrorene Permafrostboden der Alpen wird instabil. Naturkatastrophen wie Erdrutsche und Bergstürze sind die Folge. Solche Ereignisse verändern nicht nur das Bild der Alpen, sondern sind für die Menschen auch extrem gefährlich.

 

 

Dienstag:

 

Klimawandel, Gletscherschmelze und Permafrost: Eine tickende Zeitbombe für die Alpen?

Fachexkursion: Königsee, Sankt Bartholomä und Eiskapelle (reine Gehzeit ca. 3 Stunden, auf dem Weg zur Eiskapelle kann es jederzeit zu witterungsbedingten Änderungen und Abweichungen im Programmverlauf kommen)

Der Königsee, als einziger fjordartiger See in Mitteleuropa, verdankt seine Entstehung den abschmelzenden Gletschern der letzten Eiszeit, die mit über 1.000 m Eismächtigkeit ein U-förmiges Trogtal abhobelten. Seine maximale Tiefe beträgt heute 190 m. Gespeist wird der Königsee durch zahlreiche imposante Wasserfälle, die bedingt durch die in der Eiszeit versteilten Talflanken in das Königseetal hinabstürzen. Der gigantische Bergsturz trennte im Jahre 1172 den Königssee in zwei Teile.

Von St. Bartholomä aus führt uns die Exkursion hinein ins Eisbachtal zur Eiskapelle. Das Bayerische Landesamt für Umwelt nahm das Ensemble Watzmann Ostwand und Eiskapelle in die Liste der 100 schönsten Geotope Bayerns auf. Unterhalb der mächtigen Watzmann-Ostwand befindet sich das tiefstgelegene permanente Firneisfeld der Deutschen Alpen: Die Eiskapelle! Obwohl die sommerliche Schneegrenze fast 2.000 m höher liegt, besteht dieses Firneisfeld das ganze Jahr über. Der Grund hierfür sind die enormen Schneemassen, die im Winter und Frühjahr vor allem in Form von gewaltigen Lawinen aus der Watzmann-Ostwand abgehen und so das Firnfeld nähren. Ihren Status als Gletscher verlor die Eiskapelle mit dem Abschmelzen der Gletscherzunge in den Jahren zwischen 1920 und 1950. Trotz des Klimawandels ist zu erwarten, dass die Eiskapelle dauerhaft bestehen bleibt, da sie in jedem Winter durch Lawinen erneut genährt wird.

 

 

Mittwoch:  

 

Geologie und Entstehung der Alpen

Fachexkursion: Wimbachtal und Wimbachklamm (reine Gehzeit ca. 3 - 4 Stunden)

Das Wimbachtal, eines der Haupttäler im Nationalpark Berchtesgaden, erstreckt sich zwischen dem Watzmann im Osten und dem Gipfel des Hochkalters im Westen. Gegen Süden schließt sich das Steinerne Meer an. Die Wimbachklamm gilt heute als Geotop und hat sich vor rund 10.000 Jahren nach Abschmelzen der eiszeitlichen Talgletscher eingeschnitten. Bedingt durch die gekippte Lagerung der Gesteinsschichten wandert man nach Süden durch immer älter werdendes Gestein.

Dort lässt sich die Geologie der Berchtesgadener Alpen anschaulich erklären. Sie lernen die unterschiedlichen Gesteine der Klamm wie z. B. die Radiolarite, Flaserkalke, rote Liaskalke und Hornsteinkalke kennen und erfahren mehr über ihre Entstehung und die Zeit in der sie gebildet wurden. Zahlreiche Versteinerungen in den Wänden der Klamm zeugen davon, dass hier einst ein Meer bestanden haben muss. Der Weg führt durch die imposante Wimbachklamm bis hin zum Wimbachgries, einem der größten freifließenden Schuttströme der Nordalpen.

 

 

Donnerstag:

 

Klimawandel und alpine Naturgefahren

Fachexkursion: Jenner und Königseetal (reine Gehzeit ca. 1 ½ Stunden)

Die Berge haben es in sich: Ihre Schönheit und Ruhe fasziniert uns - gleichzeitig sind sie unberechenbar und gefährlich. Verantwortlich für die hohe Dynamik in den Bergen sind in erster Linie natürliche Prozesse: Die Alpen sind - geologisch betrachtet - ein relativ junges Gebirge, das ständiger Veränderung unterworfen ist. Unmerklich bewegt sich das Gestein, Spannungen bauen sich auf, Spalten und Klüfte entstehen. Plötzlich kommen ganze Hänge ins Rutschen, Felsblöcke stürzen ins Tal, Muren zerstören Straßen und Häuser. Bei Gewitterregen verwandeln sich beschauliche Bäche innerhalb weniger Minuten in reißende Wildbäche. In den Wintermonaten besteht zudem die Gefahr von Lawinen.

  • Überblick über die Naturgefahren (Bergstürze, Lawinen, Muren etc.) des Alpenraumes
  • Inwieweit sind alpine Naturkatastrophen vom Menschen verursacht?
  • Werden alpine Naturgefahren durch den Klimawandel verstärkt?

Die Gletscherschmelze ist das deutlichste Zeichen des Klimawandels in den Alpen. Wenn Gletscher tauen, verändert sich die Landschaft. Ehemalige Gletschertäler verwandeln sich in öde Gesteinswüsten. Verschwinden die Gletscher, verschwindet auch ein Teil der Tier- und Pflanzenarten. Die steigenden Temperaturen wirken sich aber auch fatal auf die Geologie der Alpen aus. Denn der dauerhaft gefrorene Permafrostboden der Alpen wird instabil. Naturkatastrophen wie Erdrutsche und Bergstürze sind die Folge. Solche Ereignisse verändern nicht nur das Bild der Alpen, sondern sind für die Menschen auch extrem gefährlich. Aktuelle Beispiele sind der Felssturz am 24. Dezember 2017 in Vals bei Innsbruck oder der Bergsturz von Bondo/Graubünden im Sommer 2017.

 

 

Freitag:

 

Tourismus versus Naturschutz im Alpenraum

Zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren im Alpenraum zählt der Tourismus. Ökologische und gesellschaftspolitische Fragen werden diskutiert und die Bedeutung der verschiedenen Akteure aus den Bereichen des Tourismus, der Gemeinden und des Natur- und Umweltschutzes dargestellt. Es werden ökologische Zusammenhänge erklärt, der Tourismus als Wirtschaftsfaktor vorgestellt und die Auswirkungen auf den Umwelt- und Naturschutz im Alpenraum verdeutlicht.

 

  • Seminar und Planspiel: Erschließung der Alpen für den Tourismus: Fluch oder Segen?
    • Vereinbarkeit von Tourismus und Naturschutz
    • Wie „nachhaltig“ ist der Tourismus in den Alpen?
    • Welche Möglichkeiten des umweltverträglichen Tourismus gibt es und welche Tourismuskonzepte und Regionalmarketingstrategien werden für die Zukunft entwickelt?
    • Wie profitieren strukturschwache Regionen vom nachhaltigen Tourismus?
    • Tourismus als Chance? NachhaltigerZukunftsperspektiven für wirtschaftlich schwache Tourismusregionen und Bergdörfer im Alpenraum
  • Zusammenfassung der Lerninhalte
  • Ausgabe der Teilnehmerzertifikate
  • Verabschiedung gegen ca. 12:00 Uhr

 

Individuelle Heimreise. Oder wie wäre es mit einer individuellen Verlängerung und ein paar sommerlichen Urlaubstagen in den Berchtesgadener Alpen? Informationen zur Urlaubsregion Berchtesgadener Land finden Sie hier!

 

Imagefilm Nationalpark Berchtesgaden:

Unterkunft:

Das 3-Sterne Alpensport-Hotel Seimler befindet sich in Berchtesgaden inmitten des wunderschönen Nationalparks und ist von einer einzigartigen Berglandschaft umgeben. Die großzügig und komfortabel ausgestatteten Nichtraucher-Zimmer haben Badewanne oder Dusche und WC, Durchwahl-Telefon, SAT-TV mit Radioprogrammen und sind bequem mit dem Lift erreichbar. Ein Großteil der Zimmer verfügt zudem über einen eigenen Balkon.

Das alpenländisch eingerichtete Hotel-Restaurant bringt durch seine Einrichtung mit Holz eine gemütliche und entspannte Atmosphäre mit sich. Morgens beginnen Sie den Tag mit einem ausgewogenen Frühstück vom Buffet, mit einer großen Auswahl an verschieden regionalen und saisonalen Gaumenfreuden. Vom Frühling bis in den Herbst können Sie dabei den Panoramablick auf den Watzmann auf der Sonnenterrasse genießen. Beim Abendessen im Rahmen der Halbpension wählen Sie aus 2-3 Hauptgerichten.

Nach einem erlebnisreichen Tag finden Sie Entspannung in der hoteleigenen finnischen Sauna (85°C) oder ziehen ein paar Bahnen im Hallenbad (Beckengröße 12,5 m x 5,5 m).

Vor dem Hotel steht ihnen ein Parkplatz zur Verfügung. Die Bushaltestelle Königsallee, der Linie 840 (Berchtesgaden - Salzburg) befindet sich in unmittelbarer Nähe des Hotels. So sind Sie auch vor Ort mobil, wenn Sie z. B. mit der Bahn oder dem Fernbus anreisen.

Nähere Infos zum Hotel finden Sie hier!

Informationen zur Anreise ins Berchtesgadener Land finden Sie hier!

 

Leistungen:

 

  • 5 x Übernachtung im 3* Alpensport-Hotel-Seimler in Berchtesgaden
  • 5 x reichhaltiges Frühstücksbuffet
  • 5 x 3-Gang-Wahlmenü + Salatbuffet am Abend im Rahmen der Halbpension
  • kostenlose Nutzung des hoteleigenen Wellnessbereichs (Leihbademäntel gegen Gebühr)
  • kostenloses WLAN
  • kostenfreier hoteleigener Parkplatz
  • Durchführung des Seminars
  • Fachexkursionen und Wanderungen im Nationalpark Berchtesgaden
  • wissenschaftliche Vorträge
  • 1 x gesetzliche Reisegeldabsicherung (Reisepreissicherungsschein)

 

 

Preise:

Unterkunft:

Anreise und Check-in im Hotel bereits am Vortag (ab 14:00 Uhr)

285 € pro Person im Doppelzimmer mit Dusche/WC/Balkon inkl. Halbpension

385 € pro Person im Einzelzimmer mit Dusche/WC/Balkon inkl. Halbpension

 

Seminar:

345 € pro Person

Sollten Sie keine Unterkunft benötigen, können Sie trotzdem am Bildungsurlaub teilnehmen und zahlen lediglich den Seminarpreis von 345 € pro Person. Vielleicht reisen Sie zusammen mit ihrer Familie/Partner(in) etc. und suchen sich lieber auf eigene Faust ein Hotelzimmer, Ferienwohnung etc. in der Nähe der Seminarstätte. Beachten Sie jedoch, dass Berchtesgaden zu jeder Zeit sehr frequentiert ist und wir eine Durchführung des Bildungsurlaubes erst nach Erreichen der Mindestteilnehmerzahl garantieren können.

 

Voraussetzungen:

Die Exkursionen und Wanderungen im Rahmen des Bildungsurlaubes erfordern eine durchschnittliche bis gute Kondition, Trittsicherheit im alpinen Gelände sowie Berg- oder Wanderschuhe.

 

Teilnehmer:

8 - 22 Personen

 

Anmeldeschluss:

19.06.18

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